16. Oktober 2019 (Mi.) | Von: Katholisches Stadtdekanat Bonn | Pressestelle

Ökumenisches Gedenken mit Glockengeläut am Freitag, 18. Oktober 2019

Vor 75 Jahren wurde die Bonner Altstadt im Krieg zerstört

BONN. Am Freitag, 18. Oktober um 11.00 Uhr rufen der katholische Stadtdechant Dr. Wolfgang Picken und der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises, Pfarrer Eckart Wüster, zu einem gemeinsamen Glockengeläut aller Kirchen in Bonn auf.

"Mit dem ökumenischen Glockengeläut machen wir als Kirchen darauf aufmerksam, dass die Geschichte nicht vergessen ist. Wir müssen uns täglich dafür einsetzen, dass Fremdenfeindlichkeit und Hass nicht wieder zu Leid und Vernichtung führen", so Bonns Stadtdechant.

"Viele Bonner können von ihren bedrückenden Erfahrungen aus den Bombennächten berichten. Das Gedenken an das unsagbare Leid verpflichtet uns heute, Frieden zu suchen und zu bewahren. Frieden ist dabei nicht das Ziel, sondern der Weg", erklärt Superintendent Eckart Wüster.

Am 18. Oktober 1944, gegen 11.00 Uhr, zerstörte ein Bombenangriff britischer Flieger weite Teile der Bonner Innenstadt. Es war der schwerste Luftangriff auf die Stadt während des Zweiten Weltkrieges: 300 Tote, 1000 Verletzte und rund 20.000 Obdachlose sowie zahlreiche zerstörte und beschädigte Häuser.

Vor allem die damalige Bonner Altstadt rund um die Gertrudiskapelle am Rheinufer wurde schwer getroffen.Heute befinden sich Fundstücke der Kapelle im Frauenmuseum Bonn, was den hartnäckigen Recherchen des Bonner Künstlers Curt Delander zu verdanken ist. Das Frauenmuseum ist das einzige Museum weltweit mit einer ökumenisch geweihten Hauskapelle. Am 18. Oktober findet um 11.00 Uhr im Innenhof, Im Krausfeld 10, 53111 Bonn eine Gedenkveranstaltung statt.

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